Maresch und Brencic – Modulhaus zum Mitnehmen

Gerald Brencic & Michaela Maresch, Gründer_innen von COMMOD-Haus

COMMOD-Haus – Ein nachhaltiges Modulhaus zum Mitnehmen

Ein Grazer Architektenduo setzt beim Hausbau nicht nur auf ökologische und wiederverwertbare Baustoffe, sondern auch auf ein flexibles Modulsystem.

Der Wunsch nach einem Eigenheim ist bei der Generation 30plus nach wie vor groß. Oftmals scheitert er aber an hohen Krediten, dem hohen Zeit- und Arbeitsaufwand sowie an dem Umstand, dass man damit fix an einen Ort gebunden ist. Gerade in einer Gesellschaft, in der die Arbeitswelt im Umbruch ist und die Chance, denselben Job über Jahrzehnte zu behalten, immer geringer wird, ist Flexibilität auch beim Wohnen wichtig. Will man aber auch noch ökologisch und nachhaltig bauen, dann sind die Kosten kaum zu stemmen.
Ein weiteres Problem vor dem junge Häuslbauer_innen stehen, ist die Frage nach der Größe der Einfamilienhäuser, denn sobald die Kinder aus dem Haus sind, kann ein großes Haus für die Eltern schnell zur Last werden. Außerdem stellt sich die Erhaltung für die ältere Generation oftmals als zu mühsam heraus.
Für all diese Hindernisse hat das Grazer Unternehmerduo Michaela Maresch und Gerald Brencic eine einfache Lösung: das COMMOD-Haus, ein Modul-Haus, das zu 99 % aus Holz besteht, dem Niedrigenergiestandard entspricht und das um nahezu 50 % billiger ist als andere ökologische Bauten. Außerdem können die Module beliebig miteinander kombiniert werden, je nach Bedarf und Größe der Familie. Das Modulhaus kann verkleinert, vergrößert oder jederzeit woanders aufgebaut werden.

Einsatz natürlicher Materialien zum Schutz der Umwelt

Die beiden Geschäftsführer Michaela Maresch und Gerald Brencic starteten ihre Zusammenarbeit im Jänner 2012 im Science Park Graz, der als akademisches Gründer_innenzentrum innovative Geschäftsideen fördert und die ersten Schritte der Umsetzung mit einem funktionierenden Netzwerk unterstützt.
Primäre Zielgruppe der COMMOD-Häuser sind Jungfamilien, die statt einen Grund zu kaufen, diesen pachten und somit flexibler bleiben in der Standortfrage und nur das Einfamilienhaus kaufen – mit dem sie aber auch jederzeit wieder umziehen können.
Im Sinne des Cradle-to-Cradle-Prinzips sind alle Bauteile des COMMOD-Hauses wiederverwertbar. Beim Bau der einzelnen Module werden nur ökologische Materialien wie Holz, Zellulose, Lehm oder Stroh eingesetzt. Das Cradle-to-Cradle-Prinzip orientiert sich an natürlichen Kreisläufen und verfolgt eine abfallfreie Wirtschaft. Das bedeutet, dass die verwendeten Materialien nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer wieder neu genutzt und wiederverwendet werden können. Für den Boden des Modulhauses kommt Naturholz zum Einsatz, die Wand wird mit Lehmfarbe gestrichen bzw. mit Zellulose, Stroh oder Holzweichfaser gedämmt. Damit verspricht das Gründerduo Maresch und Brencic ein gesundes Raumklima und den alleinigen Einsatz nachhaltiger Materialien.

Container als Grundgerüst für das gesunde und ökologische Modul-Haus

Einen weiteren Vorteil des COMMOD-Hauses bringt die Modulbauweise mit sich, damit wird man dem Bedürfnis nach Flexibilität in einer Gesellschaft gerecht, in der Lebensabschnittspartnerschaften, Sandwichfamilien und Singlelebensabschnitte das traditionelle Konzept von lebenslangen Partnerschaften als Kernfamilie immer mehr ablösen. Das Haus kann bei einem Umzug einfach mitgenommen werden und steht innerhalb weniger Tage wieder an einem neuen Wohnort bezugsfertig bereit. Als Grundgerüst dienen Container, wie sie zum Beispiel auf Frachtschiffen und in internationalen Logistiksystemen für Bahn und LKW zum Einsatz kommen. Mit dem Vorteil, dass die Module einfach stapelbar sind, und der Transport flexibel und kostengünstig organisiert werden kann. Die Größen der einzelnen Module sind demnach an die zwei Normgrößen von Containern gebunden. Innerhalb von drei Monaten kann das individuelle Modulhaus im Werk gefertigt werden. Die Montage des Hauses am Grundstück dauert nur wenige Stunden.
Eine weitere Möglichkeit, die sich durch diese Bauweise eröffnet, ist, einzelne Module zum Beispiel dem Nachwuchs, sobald er auszieht, mitzugeben, so dass man auch das Größenproblem mit einem Schlag lösen kann. Umgekehrt kann aus einer Singlewohnung aber auch schnell ein Einfamilienhaus werden.
Das COMMOD-Haus versucht der flexiblen Lebensgestaltung der modernen Welt gerecht zu werden und bietet nicht nur ökologisches Wohnen, sondern vor allem maßgeschneidertes Wohnen an, das dennoch auch ästhetische Maßstäbe setzt, und trotzdem leistbar bleibt. Die Häuslbauer_innen von heute werden zu Nomad_innen, die ihr Eigenheim immer und überall mitnehmen können. Als neuestes Produkt der COMMOD-Haus-Reihe ermöglicht die Beach Box, die klein und kompakt an jedem Strand der Welt aufgestellt werden kann, dass sich jede/r neben dem Traum vom Eigenheim auch seinen/ihren persönlichen Urlaubstraum erfüllen kann.

Michaela Maresch & Gerald Brencic
Gründer_innen von COMMOD-Haus
commod-Haus GmbH
www.commod-house.com

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