Erwin K. Bauer, Designer / “buero bauer”

Erwin K. Bauer und sein buero bauer stehen für „Inclusive Design“, das alle in der Gesellschaft verstehen und nützen können.

Jedes Mal eine neue Welt mit Erwin K. Bauer von Buero Bauer

Von der alpenländischen Landwirtschaft zum Design: Erwin K. Bauer verbindet in seinem Studio Fähigkeiten aus der Landwirtschaft mit der Aufgabe, Projekte zu designen und zu formen.

„Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen ist uns ein großes Anliegen, so wie in der Landwirtschaft“, erzählt Bauer über sein Studio. In seiner Ausbildung zum alpenländischen Landwirt lernte er unter anderem zu organisieren, Situationen finanziell einzuschätzen oder sensibel mit der Umwelt, den Tieren und den Menschen umzugehen. Diese Fähigkeiten behält er auch heute als Designer noch bei.

Milchproduktion, nächtliche Raves und Design

Der Bezug zur Landwirtschaft zieht sich auch örtlich in Bauers Beruf weiter: das Studio befindet sich in der früheren Alpenmilchzentrale Wiens. Vor 1990, als die Molkerei langsam abgebaut wurde, verarbeitete die Wiedner Molkerei Johann Trösch hier noch Butter und Käse. Dann fanden Raves und Ausstellungen statt. Heute tüftelt Bauer hier mit rund zwanzig ArchitektInnen, KünstlerInnen und DesignerInnen daran, Veränderungen in Unternehmen und der Öffentlichkeit zu unterstützen und dabei Platz für eigene Identität und klare Ziele zu schaffen.

Für einen Designer ist es wichtig, immer darauf zu vertrauen, dass eine Lösung, die für möglichst viele gilt, zu finden ist.

Von der Welt des alpenländischen Landwirten tauchte Bauer in eine Welt ein, in der er daran arbeitet seinen KundInnen und ihren Projekten in Bild, Ton und Wort eine Identität und Orientierung zu geben. „Von BiowinzerInnen über MolekularbiologInnen, VerkehrslogistikerInnen, PhilosophInnen bis zu KöchInnen. Jedes Mal eine neue Welt, die wir entdecken dürfen“, beschreibt Bauer, die Vielfalt in seinem Beruf und warum er ihn gerne ausübt. So verwandelte er zum Beispiel die Stockwerke der Kinderklinik in Salzburg mit Illustrationen an den Wänden in eigene kleine Welten. Um ihnen auch mit Worten klare Identitäten zu geben, wurden sie etwa „Deep Sea“, „Deep Forest“ oder „Deep Space“ benannt.

Intuitive Orientierung als Ziel

Auch für den Chirugiekomplex am Grazer Universitätsklinikum analysierte Bauer und sein Team wie die Orientierung im Raum am leichtesten fällt. Es wurden Wege, Sichtweiten und Sichtbeziehungen miteinberechnet, damit sich die PatientInnen und auch das Personal möglichst intuitiv im Komplex zurechtfinden. Denn ein Credo lautet „Die besten Designlösungen unterstützen alle gleichwertig.“ Um gut zusammen zu arbeiten hält Bauer seit er sein Studio gegründet hat am unmittelbaren Kontakt mit dem AuftraggeberInnen fest. Es sei viel spannender direkt über Entscheidungen und Gestaltungsmöglichkeiten zu diskutieren als eine Agentur zwischen DesignerInnen und KundInnen zu stellen.

Kreativ in die Zukunft

Bauers Projekte gestalten die Zukunft von Projekten aber auch die unserer Gesellschaft mit. „DesignerInnen haben den Vorteil, immer dann gerufen zu werden, wenn es um Veränderung geht“, so Bauer. GestalterInnen seien die, die den Wandel positiv begleiten und formen. Doch die Kreativität stecke in uns allen. Sie ist eine der Grundlagen für Bauers Arbeit, denn „Kreativität stoppt Stillstand, Ausweglosigkeit und fördert positive Entwicklungen und Perspektivenwechsel.“

„Damit Kreativität nicht verloren geht, sollte in Werte wie Freiheit, Toleranz und Respekt investiert werden“, meint Erwin K. Bauer.

Kontakt:
buero bauer — Gesellschaft für Orientierung und Identität mbH
In der Alpenmilchzentrale
Weyringergasse 36/1
1040 Wien
T +43 (0)1 504 48 18-0
office@buerobauer.com

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