“Alexander Brener und Barbara Schurz” / Bruseum Graz

Alexander Brener / Barbara Schurz, aus der Serie Verborgenheit: White Shadow, 2018, 10 Arbeiten, Tusche auf Aquarellpapier, 24 x 30cm, Courtesy of the Artists.

20.09.2019 – 19.01.2020; Graz.
Das Künstlerduo Brener & Schurz thematisiert immer wieder in teils heftigen Performaces die Machtstrategien und Ausschließungsmechanismen des Kunstmarkts sowie der Gesellschaft.

Alexander Brener gehört gemeinsam mit Oleg Kulik jener Generation von russischen Performancekünstlern an, die nach dem Ende der Sowjetunion in Erscheinung traten und bereits „frei“ im öffentlichen Raum agieren konnten.

Gemeinsam mit Kulik agierte Brener als nackter und wilder Hund, der an Ketten gelegt schon einmal den einen oder anderen Kurator biss. International bekannt wurde Brener 1997, als er im Stedelijk Museum in Amsterdam ein grünes Dollarzeichen auf Kasimir Malewitschs weißes Bild Suprematismus 1920–1927 sprühte. Sein Protest gegen Korruption und die Kommerzialisierung des Kunstmarkts endete trotz seines Einwands, dass es sich dabei um eine künstlerische Performance handelte, mit der Verurteilung zu einer zweijährigen Haftstrafe.

Gemeinsam mit seiner österreichischen Partnerin Barbara Schurz hat er nicht nur ein Manifest des Spuckens herausgegeben, sondern das Künstlerduo Brener & Schurz hat in den letzten Jahren auch immer wieder die Machtstrategien und Ausschließungsmechanismen des Kunstmarkts sowie der Gesellschaft in teils heftigen Performances thematisiert.

Parallel dazu entstanden famos gezeichnete Bücher, deren Protagonisten scheinbar gescheiterte Existenzen sind, die keinen Platz innerhalb der von Konformitätsstrukturen dominierten Gesellschaft zu haben scheinen. Brener ist darüber hinaus, nicht nur in Russland, als Dichter hoch geschätzt.

Alexander Brener und Barbara Schurz
Eröffnung: 20.09.2019 | 19.00
Ausstellungsdauer: 21.09.2019 – 19.01.2020
Neue Galerie Graz
Joanneumsviertel, Zugang Kalchberggasse
8010 Graz
www.museum-joanneum.at

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