“Alfred Schmeller. Das Museum als Unruheherd” Mumok, Wien

27.10.2019 – 16.02.2020
Der zweite Direktor des 20er Hauses (heute Mumok) sah als wichtigen Punkt seiner Tätigkeit die “gesamtkulturelle Arbeit” eines Museums, es sollte ein “Unruheherd” sein, in dem viele Themen zur Sprache kommen. Diesem Gedanken ist diese Ausstellung gewidmet.

1969 wurde Alfred Schmeller Direktor des heutigen Mumok. Bereits in seinen vorangehenden Tätigkeiten hatte er die zeitgenössische Kunst stets in den Vordergrund gestellt.

Er galt als einer der ersten Direktoren der bereits früh die Bedeutung der Vermittlung musealer Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen erkannte. Projekte, mit denen das Haus in seiner Ära Ausstellungsgeschichte schrieb, waren beispielsweise die Wiener Schule des Phantastischen Realismus, Harald Szeemanns legendäre Ausstellung Junggesellen-maschinen, auf die später Monte Verità oder Der Hang zum Gesamtkunstwerk folgten. Ein Schwerpunkt von Schmellers Ankaufspolitik galt den Chicago Imagists.

Alfred Schmeller öffnete das Haus in vielfacher Hinsicht. Er lud die Wiener Festwochen ein, im 20er Haus das Avantgardefestival Arena zu veranstalten und war vor allem bestrebt die Jugend mit Malaktionen und anderen Veranstaltungen ins Haus zu holen – ein damals revolutionärer Ansatz. Für Sensationen sorgte die Hüpfwiese 1970 von Haus-Rucker-Co in der Ausstellung Live, die Schmeller mit dem Slogan „Der Prater ist geschlossen. Kommen Sie ins Museum!“ bewarb. Neben der Dokumentation der bedeutendsten Ausstellungen Alfred Schmellers und der Präsentation wichtiger Ankäufe wird die Hüpfwiese, die gleichsam symbolisch für Schmellers neuen, unorthodoxen Zugang zum Museum steht, als zentrales Element der Ausstellung rekonstruiert – Benutzung ausdrücklich erwünscht.

Kuratiert von Susanne Neuburger

Mumok Wien
27.09.2019 – 16.02.2020
Museumsplatz 1
1070 Wien
www.mumok.at

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