
28.01.2026 – 03.03.2026
Irrlicht, oder im Englischen Will-o’-the-wisp bezeichnet ein sanft flackerndes Licht, das in Sümpfen oder Feuchtgebieten erscheint und historisch als Illusion, Omen oder Wunder interpretiert wurde. Das Phänomen wird gemeinhin durch das Entweichen von Sumpfgasen wie Methan oder Phosphin erklärt, die nur unter ganz bestimmten Bedingungen auftreten.
Obwohl die Wissenschaft viele mythische Interpretationen ersetzt hat, bleiben das Gefühl der Unsicherheit und die Faszination für das Unbekannte bestehen. Sümpfe verkörpern diese Spannung. Oft als feindlich oder unbewohnbar dargestellt, beherbergen sie ein komplexes und blühendes Leben, das oft nur nachts zum Vorschein kommt.
Innerhalb der von Julia Harrauer kuratierten Ausstellung wird das Will-o’-the-wisp zu einer Metapher für diese verborgene Lebenskraft und verweist auf flüchtige Ökosysteme, die oft übersehen werden. Natur und Umwelt werden zu einem zentralen Symbolfeld: Sie werden sowohl als starke Kraft wahrgenommen, die sich der Kontrolle widersetzt, als auch als etwas Verletzliches, das Schutz oder Verteidigung benötigt.
Künstler:innen: Julia Åberg, Maria Belova, Ester Gašparová, Maks Rz, Anna Taganzeva, Julia Woronowicz, Lorenzo Zerbini
WILL-O‘-THE-WISP
28.01.2026 – 03.03.2026
AG18 Gallery
Annagasse 18, 1010 Wien
https://ag18gallery.com










