
06.03.2026 – 12.07.2026
Georg Petermichl legt in seiner Ausstellung den Fokus auf Fotografie als soziales und psychologisches Instrument. Ausgehend vom kleinsten persönlichen Kosmos – der eigenen Familie und dem Freundeskreis erweitert er den Blick auf größere Zusammenhänge wie Massentourismus, kollektive Sehnsüchte und geteilte kulturelle Praktiken. Zentrale Werkgruppen der Ausstellung kreisen um das familiäre Archiv sowie um fotografische Studien, in denen sich Petermichl z.B. den Freizeitpraktiken nähert – etwa durch Aufnahmen von touristischen Orten, an denen sich Menschenmengen nach klaren, beinahe choreografierten Mustern bewegen. Ihn interessiert dabei weniger die moralische Bewertung als das genaue Hinsehen: Wie entstehen kollektive Rituale? Wann tritt aus der Masse das Individuum hervor?
In vergrößerten Fotografien aus privaten Fotoalben wird Familie nicht nur als biografischer Ursprung sichtbar, sondern als Projektionsfläche für Erinnerung, Autorität und Nähe.
Die von Maria Venzl kuratierte Ausstellung lädt dazu ein, scheinbar vertraute Bilder neu zu lesen – als Ausdruck gemeinsamer Sehnsüchte, geteilter Regeln und eines „kleinsten gemeinsamen Vielfachen“, das individuelles Erleben und gesellschaftliche Wirklichkeit miteinander verbindet.
Georg Petermichl – Universal thoughts: Kleinstes gemeinsames Vielfaches
06.03.2026 – 12.07.2026
Francisco Carolinum Linz
Museusstraße 14
4020 Linz
www.ooekultur.at










