Eisenrose und Chrysanthemenstein / Naturkundemuseum, Graz

© UMJ/Hans-Peter Bojar

24.04.2026 – 18.04.2027

Die Ausstellung Eisenrose und Chrysanthemenstein beschäftigt sich mit dem Themenkreis „Blumen-Namen“ in Mineralienbezeichnungen. Bei der Namensgebung von unbekannten Gesteinen oder Mineralien griffen manche Mineralog*innen gerne auf vertraute Dinge zurück. Manchmal wurde das Aussehen oder die Eigenschaft eines Minerals mit den Eigenschaften von Pflanzen wie deren Form oder Farbe verglichen. Das Aussehen des Chrysanthemensteins erinnert an eine Chrysanthemenblüte, der Aufbau einer Eisenrose ähnelt durch die vielen dünnen Hämatitblättchen dem der Blüte einer Rose.
Viele Minerale führen in ihren historischen Bezeichnungen den Nachsatz „Blüte“, wie bei Eisenblüte oder Nickelblüte. Der Name der Eisenblüte ist ein Hinweis auf ihren floralen Charakter. Der Begriff Nickelblüte deutet die Entstehungsart des Minerals an: Sie wächst neu auf einem Gestein oder Erz, sie „blüht“ quasi aus.
Die an Blumen erinnernde Farbenpracht vieler Minerale fand in früherer Zeit in zahlreiche Mineralnamen Eingang. So findet man Hinweise botanischen Ursprungs zum Beispiel in Rosenquarz, Himbeerspat, Rhodochrosit, Prasem oder Olivin.

Eisenrose und Chrysanthemenstein
24.04.2026 – 18.04.2027
Naturkundemuseum
Joanneumsviertel, 8010 Graz
www.naturkunde.at