“Preis der Kunsthalle Wien 2018” / Kunsthalle Wien

05.12.2018 – 27.01.2018; Wien.
Der Preis der Kunsthalle Wien geht heuer an Ting-Jung Chen und Hui Ye.

Der Preis der Kunsthalle Wien, ein gemeinsames Projekt der Universität für angewandte Kunst Wien, der Akademie der bildenden Künste Wien und der Kunsthalle Wien geht jährlich an je eine der AbsolventInnen der beiden Universitäten.
Die Kunsthalle Wien sieht ihre Rolle in dieser Kooperation als vermittelndes Element, das die internationale Wahrnehmung der AbsolventInnen und deren Vernetzung mit dem außer-universitäre Kunstbetrieb, fördert. Beide Hochschulen leisten einen großen Beitrag zur Produktivität und Diversität der jungen Kunstszene in Österreich.

Zwei Frauen wurden heuer von der Jury prämiert. Ting-Jung Chen von der Akademie der Bildenden Künste Wien und Hui Ye von der Universität für angewandte Kunst Wien.

Ting-Jung Chen studierte bei Prof. Monica Bonvicini am Institut für Performative Kunst & Bildhauerei. Ihre vier Meter hohe, transparente und im Raum schwebende Skulptur “Side Walk” überzeugte die Jury nicht nur durch technisch und formal außergewöhnliche Ausführung, sondern auch durch die ihr impliziten transkulturellen Verknüpfungen.
Ting-Jun Chen thematisiert in ihrer Arbeit die Konfrontation von Kulturen und gesellschaftlichen Gruppen in unterschiedlichen Machtsystemen. Sie befragt die Bedeutungen von Grenze und Identität des Fremden in der warenfetischistischen Gesellschaft und untersucht entstehende Mimikry-Phänomene innerhalb gesellschaftlicher Empowerment-Prozesse.

Hui Ye studierte TransArts – Transdisziplinäre Kunst bei Ricarda Denzer und Franz Thalmair. In der 32 minütigen Video-Arbeit “Quick Code Service” setzt sich die Medien- und Soundkünstlerin mit aktuellen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten auseinander. Sich vielschichtiger Erzählstrategien, Überlagerungen und zeitlicher Verschiebungen bedienend, erschafft sie eine Montage, die BetrachterInnen durch Bild und Botschaft fordert. Ihre Arbeit schwankt zwischen Dokumentation und Fiktion und macht so auf die manipulativen Potenziale von digitalen Medien aufmerksam. Hui Ye, die aus China kommt, zeigt mit Fragmenten alltäglicher Interaktionen eine digitale Realität zwischen den Lebenswelten in China und Europa, die von Zensur wie digitalem Kapitalismus geprägt sind.

Preis der Kunsthalle Wien Karlsplatz
05.12.2018 – 27.01.2018
Treitlstraße 2
1040 Wien
www.kunsthallewien.at

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