“Fatema Hamidi: Licht und Schatten” / Akademie Graz

04.03.2019 – 22.03.2019; Graz
Mit dem Licht das Dunkle darstellen. Eine Rauminstallation einer Gehörlosen.

Die junge Künstlerin und Afghanin Fatema Hamidi verbrachte neun Jahre ihres Lebens in völliger Stille und Isolation. Erst nach der Flucht mit ihrer Familie aus Afghanistan lernte sie in Graz die Gebärdensprache kennen.

In ihrer aktuellen Ausstellung beleuchtet die gehörlose Künstlerin die Hürden und das Verbindende im einander Verstehen.

Fatema Hamidi erzählt ein visuelles Gedicht. Im Video stehen ihre Hände als die wesentlichen Elemente der Sprache im Vordergrund, der dunkel gekleidete Körper der Künstlerin verschwindet im Schwarz des Hintergrundes. Die Verständigung wird bewusst umgekehrt: hörende Menschen brauchen Untertitel um zu verstehen. Die Hürden dürfen bewusst empfunden werden.

Der Granatapfel und seine Bedeutung als Symbol von Gemeinschaft, Leben und Fülle bildet das Herzstück der Installation. Es ist beachtlich – trotz ihrer existentiellen Erfahrungen von Isolation, Krieg und Verlust befasst sich die junge Künstlerin mit der Idee der Gabe. Und sie versprüht Freude und Offenheit. Resilienz zum Anfassen.

Literarisch begleitet von Gerhard Roth, der sich mit einem schlichten Text zu Fatema Hamidi äußert.

Licht und Schatten
04.03.2019 – 22.03.2019
Akademie Graz
Neutorgasse 42
8010 Graz
akademie-graz.at

 

 

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