“Kontaminierte Orte” / afo Öberösterreich

Kontaminierte Orte, Ansicht Ausstellung © Violetta Wakolbinger

15.01.2020 – 31.01.2020; Linz.
Verborgen, versteckt oder sichtbar, vergessen, verdrängt oder inszeniert: Die Ausstellung im afo widmet sich den “kontaminierten Orten” Oberösterreichs.

Zu Jahresbeginn verlängert das afo Oberösterreich seine Ausstellung “Kontaminierte Orte” und wirft damit einen räumlichen Blick auf die Erinnerungskultur des Landes. Anhand einer Überblickskarte, einer künstlerischen Intervention und 14 exemplarischen Orten, die durch Gewalt, Leid oder kriminelle Handlungen geprägt waren und sind, wird das komplexe Thema in der Ausstellung vorgestellt. Dokumente, Bücher, Interviews und Zeitungen erinnern an Orte mit Geschichte(n), die das oft beschworene Idyll Oberösterreichs durchbrechen und auf unterschiedliche Weise Fragen zur Erinnerungskultur und unserem Umgang mit dieser aufwerfen. In Zusammenarbeit mit der freischaffenden Szenografin Leonie Reese werden Orte vom Kriegsgefangenen Lager in Mauthausen und weniger bekannten, über die psychiatrische Klinik in Niederhart bis zum Benediktinerstift in Kremsmünster behandelt.

Kein Ort ist schuldig. Aber Orte können ihre Unschuld verlieren – durch menschliches
Handeln, durch Gewalt, Leid, Unterdrückung, Ausgrenzung. Die Ausstellung zeigt die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit verschwindenden Tatsachen der Vergangenheit und deren Relevanz für die Gegenwart. Es geht um Deutungsfragen, die konstituierender Teil unseres kollektiven Bewusstseins sind.

Kontaminierte Orte
15.01. – 31.01.2020
afo Architekturforum Oberösterreich
Herbert-Bayer-Platz 1
4020 Linz
afo.at

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