Günter Brus. Bild-Dichtungen / Neue Galerie Graz, BRUSEUM

Günter Brus, "Blindes Brot", 1982, Tusche, Ölkreide, Wasserfarben und Goldfarbe auf Papier, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

30.04.-18.07.2021. Die Synthese von Sprache und Bild in den Bild-Dichtungen von Günter Brus.

Mit der Zerreißprobe beendet Brus 1970 seine Aktionszeit und es entsteht ein zeichnerisches und literarisches Werk, das mehrere 10.000 Blätter umfasst. Inspiriert und geleitet von William Blakes „illuminated manuscripts“ schafft Brus den 1971 publizierten Text-Bild-Band Irrwisch.

Die Ausstellung im BRUSEUM, die sich erstmals ausschließlich seinen Bild-Dichtungen widmet, zeigt den Entstehungsprozess und die Vielfältigkeit dieses von Brus entwickelten Genres von den frühen 1970er-Jahren bis in die Gegenwart.

Die Bild-Dichtungen von Brus werden gemeinhin definiert als eine Synthese von Sprache und Bild, bei der sich die beiden Ausdrucksformen nicht bedingen, sondern ein dialektisches und kontrapunktisches Neben- und Miteinander führen. Der Text gibt keine Erklärungen zum Bild ab, doch ist er reich an sprachlichen Bildern und Metaphern, die Zeichnung stellt keine Illustration des Geschriebenen dar, obgleich in ihr ebenso poetisch erzählt wird.

Günter Brus. Bild-Dichtungen
30.04. – 18.07.2021
Neue Galerie Graz
BRUSEUM
Joanneumsviertel, 8010 Graz
www.museum-joanneum.at/neue-galerie-graz