Wissenstage ’23 / Salzburg

17.11.2023 – 18.11.2023

Soll keiner sagen können, wir hätten es nicht gewusst: Der Klimawandel ist eine Tatsache. Dass wir heute schon wissen, wie wir ihn noch stoppen können, auch. Bei den Salzburger Wissenstagen 2023 wird Wissenschaft in die Praxis umgesetzt.

Der kommunalen Ebene kommt beim Kampf gegen den Klimawandel eine zentrale Bedeutung zu. Denn die Konzeption und Gestaltung der Infrastruktur und Versorgungslogistik im kommunalen und regionalen Bereich schafft erst die Voraussetzungen dafür, dass auch jede und jeder von uns einen wirklich wirksamen Beitrag zur Eindämmung der Klimawandelfolgen leisten kann.

Wie unsere Raumplanung, Verkehrs- und Gebäudeinfrastruktur, Energie-, Wärme- oder Lebensmittelversorgung organisiert und leistbar gestaltet sind, beeinflusst die Möglichkeiten der und des Einzelnen, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren wesentlich.

Die Salzburger Wissenstagen „CLIMATE.CHANGES.“ haben zum Ziel, das bereits vor Ort vorhandene Wissen von Stakeholdern und Leistungsträgern aus den unterschiedlichsten Bereichen der Wissenschaft, angewandten Forschung, kommunalen Einrichtungen und Betrieben miteinander zu vernetzen und die Bürgerinnen und Bürger zu aktiv Teilhabenden und Teilnehmenden an den möglichen und notwendigen Veränderungsprozessen zur Eindämmung der Klimawandelfolgen zu machen.

Viele einfache aber wirksame Maßnahmen erfordern lediglich Problembewusstsein und Verhaltensänderungen. Zum Beispiel im Bereich der Ernährung. Im Rahmen des transdisziplinären Forschungsprojektes „Räume kultureller Demokratie“ wurde ein Praxislabor eingerichtet, in dem untersucht wurde, unter welchen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen wir am ehesten bereit sind Verhaltensmuster, etwa bei unserer Ernährung, zu verändern.

Mit der Salzburger Initiative „Ressourcen Forum Austria“ wurde eine Plattform für den Wissenstransfer über nachhaltige und Effiziente Ressourcennutzung zwischen Wissenschaft, Industrie und Landwirtschaft ins Leben gerufen. Bei den Salzburger Wissenstagen stellt Andreas Van-Hameter Konzepte für eine Kreislaufwirtschaft vor, die lokal und alltagstauglich umgesetzt werden können.

In anderen Bereichen geht es um die Etablierung geeigneter Kommunikationsstrukturen und Logistikangebote vor Ort und um das Wissen um diese Angebote: Erfolgreiche Re-Use, Repair oder Sharing-Economy Konzepte hängen vor allem von den lokalen Kommunikations-, Wissens- und Logistikstrukturen ab. Der Alpenverein Salzburg engagiert sich in diesen Bereichen ebenso, wie der Makerspace Pioniergarage mit seinen Upcylingangeboten.

Oft sind es aber auch einfach bürokratische Hürden, die die Umsetzung klimafreundlicher Projekte einbremsen oder verhindern. Der Versuch, eine lokale Energiegemeinschaft zu gründen, kann rasch zu einem bürokratischen Monster werden, an dem viele Initiativen scheitern. Die Forschungsgesellschaft Salzburg Research informiert im Rahmen der Wissenstage gemeinsam mit den Betreiber:innen der Energiegemeinschaft Sophiensiedlung nicht nur, wie man eine lokale Energiegemeinschaft technisch einrichtet und am effizientesten nutzt, sondern auch, wie man sie gründet.

Wie wir Produkte aus Materialien ohne Erdöl, Gas und Kohle herstellen können untersucht das Department Green Engineering and Circular Design der FH Salzburg. Dort beschäftigt man sich seit 20 Jahren mit Anwendungsforschung und Produktdesign, mit dem man fossile Stoffe durch nachwachsende Materialien wie Holz, Algen, landwirtschaftliche Reststoffe oder Pilze ersetzen kann.

Wir wissen längst, was wir tun können, aber tun es einfach nicht. „Man könnte zum Schwammerl werden.“

WISSENSTAGE SALZBURG ‘23
Salzburg, various locations
17.11.2023 – 18.11.2023
www.wissensstadt-salzburg.at/wissenstage-2023