
23.05.2026 – 12.07.2026
Agnes Scherer verwandelt in einer großen neuen Installation zwei Gemälde von Francisco Goya aus dem späten 18. Jahrhundert in eine begehbare Theaterkulisse, in der Malerei, Szenografie und Symbolsprache zu einem erweiterten Tableau sozialer Rituale und Manipulationen verschmelzen.
Die Künstlerin thematisiert in ihrer Arbeit Machtverhältnisse und deren psychosoziale Grundlagen, weibliche Erfahrung, Seelenzustände in kapitalistischen Realitäten sowie das unheimliche Wiederaufscheinen historischer Ordnungssysteme in der Gegenwart. Indem sie Skulptur, Malerei und Collage verbindet, erschafft sie szenische Installationen und performative Objekttheater, in denen oft die Marionette eine zentrale Rolle spielt. Als reale Figur oder auch nur als Denkfigur der Verstrickung kann sie komplexe Zusammenhänge sichtbar machen, die sich sonst der unmittelbaren Wahrnehmbarkeit entziehen. Scherers oft systemische Arrangements verlangen nach einem aktiv-interpretierenden Zusammenfügen aller Elemente, durch welches das eigentliche Bild als ein mentales entsteht. Ihre Formatfindungen stützen sich dabei auf kunsthistorische und anthropologische Studien sowie auf ein besonderes Interesse an populären Kunstformen der frühen Moderne, insbesondere im Bereich der Schaustellerkunst.
Agnes Scherer
23.05.2026 – 12.07.2026
Salzburger Kunstverein
Hellabrunner Straße 3
5020 Salzburg
www.salzburger-kunstverein.at










