BASELITZ MANIFESTE / Museum der Moderne, Rupertinum, Salzburg

Foto: Carl Brunn, © Georg Baselitz 2026

03.07.2026 – 04.10.2026

Georg Baselitz, seines Zeichens Maler, Bildhauer und Grafiker, zählte zu den prägendsten Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart. Sein Werk umspannt knapp sieben Jahrzehnte internationaler Ausstellungstätigkeit; für sein künstlerisches Schaffen erhielt er zahlreiche renommierte Auszeichnungen. Seit 1969 unterlief er mit der radikalen Umkehrung seiner Motive die Konventionen des Sehens und verschob die Frage nach dem Bildinhalt hin zur Malerei selbst. Das Museum der Moderne Salzburg vermisst sein Werk vom Heute aus neu – in seiner ganzen ästhetischen und intellektuellen Schärfe. Die Schau wurde noch gemeinsam mit dem Künstler konzipiert.
Baselitz entschied sich Anfang der 1960er-Jahre bewusst für die Figuration – ein Schritt, der in einer Zeit, in der die abstrakte Kunst dominierte, als Provokation empfunden wurde. Damit schlug der Künstler nicht nur neue Wege in der Malerei ein, sondern er schrieb sich als Erneuerer der Nachkriegskunst in die Kunstgeschichte ein. Die von Barbara Herzog, Harald Krejci und Tina Teufel kuratierte Ausstellung im Rupertinum legt den Fokus auf die frühen grafischen Arbeiten, in denen sich der Künstler mit deutscher Geschichte, Identität und dem Künstler-Ich auseinandersetzte. Dabei verknüpfte er klassische Bildtraditionen mit einer kraftvollen, oftmals als roh und verstörend empfundenen Bildsprache. Die thematische Gliederung orientiert sich erstmals an den vier Manifesten, die der Künstler in den 1960er-Jahren verfasste.

BASELITZ MANIFESTE
03.07.2026 – 04.10.2026
Museum der Moderne, Rupertinum
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9
5020 Salzburg
www.museumdermoderne.at