Karl Heinz Koller – Der Bildgenerator / Wien Museum MUSA

Karl Heinz Koller, Ohne Titel, 1970er Jahre © Steven Koller,, Foto: Wien Museum

02.07.2026 – 29.11.2026

Karl Heinz Koller hat mit technischer Brillanz und Forschergeist ein herausragendes Werk geschaffen, das mit analogen Möglichkeiten bis dahin kaum machbar Geglaubtes entstehen lässt. An digitale Bildwelten gewohnt, erscheint es mehr als überraschend, was dieser „Bildgenerator“, wie er sich selbst nannte, uns vor Augen führt.
Mit frühen Serien wie „One month in my Life“ (1974), Performances von Künstlern wie Johann Jascha und Bruno Demattio (1972–75) sowie einer Dokumentation zu europäischen Jugendzentren eröffnet Karl Heinz Koller bereits in seinen künstlerischen Anfängen ein weites Feld.
Zwischen 1989 und 1995 entsteht mit „Aus dem Palast der Unsterblichkeit – Projekt Erwin“ ein eigenständiger Werkkomplex aus 39 Notizbüchern mit Texten, Fotos und Ausschnitten. Insgesamt zeigt sich ein eigenwilliges, avantgardistisches Œuvre, das Anerkennung fand, etwa durch Kollers Teilnahme an der legendären Ausstellung „Erweiterte Fotografie“ in der Wiener Secession. Sein früher Tod verhinderte eine größere Bekanntheit; diese erste museale Ausstellung macht seine kunsthistorisch bedeutende Position nun wieder sichtbar.

Karl Heinz Koller – Der Bildgenerator
02.07.2026 – 29.11.2026
Wien Museum MUSA
Felderstraße 6-8
1010 Wien
www.wienmuseum.at