Jazzfestival Saalfelden 2026 / various locations, Saalfelden, Salzburg

Klakradl © Stefan Grauf - Sixt

20.08.2026 – 23.08.2026

Einmal mehr lädt das Jazz Festival zu einer musikalischen Reise voller klanglicher Vielfalt und Kontraste ein und schärft sein Profil dort, wo Jazz über das Konzert hinausweist: in den öffentlichen Raum, in Formen des Miteinanders, in performative Grenzbereiche zwischen Klang, Bild und Bewegung. Mit zwei großen Sonderprojekten rückt die 46. Ausgabe des Festivals heuer besonders jene Formate in den Mittelpunkt, die Begegnung nicht nur behaupten, sondern tatsächlich herstellen.
Mit „WAS___“ präsentieren MMM (Maja Osojnik, Mathia*s Lenz und Matija Schellander) in der Kunsthalle Saalfelden den Auftakt einer auf zehn Jahre angelegten Raum- und Klangreise.
Ganz anders, aber ebenso gemeinschaftlich gedacht, präsentiert sich das Jubiläumsprojekt von Shake Stew. Als die Band 2016 das Eröffnungskonzert des Jazzfestivals Saalfelden spielte, begann eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte und heute zählt das Septett zu den prägenden Formationen der europäischen Jazzszene.
Zum zehnjährigen Bestehen kehrt Lukas Kranzelbinder nun mit einem eigens für Saalfelden entwickelten Großprojekt zurück. Unter dem Titel „The Big Shake – A Saalfelden Homecoming“ verbinden Bürgermusik Saalfelden und Eisenbahner Stadtkapelle ihre Klangwelten mit der Musik von Shake Stew.

Alpine Resonanzen und urbane Tracks

Auch die beliebten „We Hike Jazz“-Wanderungen verbinden erneut Naturerlebnis und Konzertformat. Während Lukas Kranzelbinder die erste Tour als heimlichen Festivalauftakt anführt, übernimmt die Saxophonistin Anna Tsombanis die Leitung der zweiten Wanderung am Samstag. Beide Touren sind bereits ausgebucht.
Zwei Almkonzerte ergänzen das Programm außerhalb der klassischen Spielstätten und erweitern den Jazzkontext hinaus in die alpine Landschaft: Das Ensemble Klakradl sowie das Tini Trampler & Playbackdolls Quartett verbinden Jazz, Wienerlied, Pop und Performance mit ungestümer Spielfreude. Einen besonderen Höhepunkt verspricht zudem das Konzert auf der historischen Einsiedelei über Schloss Lichtenberg, bei dem Saxophonist Chris Speed und Trompeter Cuong Vu einen kontemplativen Gegenentwurf zum musikalischen Trubel im Tal setzen.
Im Stadtgebiet laden die frei zugänglichen City Tracks zu spontanen musikalischen Entdeckungen ein, während die Short Cuts kompakte Konzerterlebnisse mit stilistischer Offenheit bieten. In den zwei Projekten Christoph Cech & oenm sowie Stefanovich / Dell / Lillinger / Westergaard trifft dabei improvisierte Musik auf Neue Musik, während Formationen wie das Lava Quartet oder DaughterDaughter die musikalische Palette vervollständigen.
Eine besondere Premiere ist auf der Mainstage zu erleben, wenn der US-Altsaxophonist Darius Jones und der japanische Gitarrist Otomo Yoshihide ihre klanglichen Welten zusammenführen. Unterstützt von Bassist Nick Dunston sowie den Schlagzeugern Gerald Cleaver und Yasuhiro Yoshigaki bewegt sich das hochkarätig besetzte Quintett zwischen experimentellen Soundscapes und energetischem Jazz. Jones, der seine Musik als „Konfrontation gegen Apathie und Ego“ versteht, und Yoshihide, der für überraschende und experimentelle Sounds sorgt, lassen in dieser Premiere Momente entstehen, in denen – ganz im Sinne von Sun Ra – „nur das Unmögliche geschieht“.

Jazzfestival Saalfelden 2026
20.08.2026 – 23.08.2026
various locations, Saalfelden
www.jazzsaalfelden.com