Otto Beckmann – Autopoeme / Neue Galerie, Graz

© Archiv Otto Beckman

06.11.2026 – 07.02.2027

Der Pionier der Computerkunst Otto Beckmann (1908-1997) entwickelte bereits Ende der 1940er-Jahre erste Gedanken zur künstlerischen Formgebung auf Basis mathematischer Methoden, wobei sein Hauptaugenmerk auf der praktischen Anwendung von Algorithmen lag.
Mitte der 1960er-Jahre entdeckte Beckmann im Kontext einer internationalen Bewegung, die in gleichem Maß von Wissenschafler*innen und Künstler*innen gebildet wurde, den Computer als künstlerisches Werkzeug. Noch bevor er mithilfe seines eigenen, speziell für die künstlerische Arbeit konzipierten „Ateliercomputers“ seine charakteristischen Computerplastiken, -grafiken sowie Kurzfilme schuf, kreierte er ab 1966 seine Verbalen Blockmontagen bzw. Wortfiguren, computerbasierte Lyrik, die unter Verwendung von sog. Autopoemen entstand, welche der Sprachwissenschaftler Gerhard Stickel am deutschen Rechenzentrum in Darmstadt quasi als Nebenprodukt seiner dortigen Tätigkeit im Bereich der computergestützten Textverarbeitung generierte.
Die von Peter Peer kuratierte Ausstellung zeigt Beckmanns Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Computers für die bildende Kunst wie für die Dichtung, worin sich formallogische sowie künstlerisch-intuitive Gestaltungsansätze verbinden.

Otto Beckmann – Autopoeme
06.11.2026 – 07.02.2027
Neue Galerie
Joanneumsviertel
8010 Graz
www.neuegaleriegraz.at