Die Vermessung des Raums – Anne Griswold Tyng / Akademie Graz

Anne Griswold Tyng : Proportionen und Geometrie als unendliche Ordnungsprinzipien, © Akademie Graz

24.06. – 26.08.2022

Welchen Einfluss haben die wesentlichen Ordnungsprinzipien der Geometrie auf die architektonische Gestaltung des Raumes?

Die Architektin und Architekturtheoretikerin Anne Griswold Tyng (1920 – 2011) hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, welche universellen Ordnungsprinzipien sich aus dem Verhältnis von Formen und Proportionen in Verbindung mit der Fibonaci-Reihe ableiten lassen. Sie war 1944 die erste Frau, die sich an der Harvard Universität in einem Architekturfach habilitierte. Aus ihrer Leidenschaft für Mathematik und Geometrie sowie dem Forschen an räumlichen Strukturen und der Arbeit mit platonischen Körpern entstand ein umfangreiches theoretisches Werk, mit dem sie als Professorin für Architektur an der University of Pennsylvania großen Einfluss auf ihre Studierenden aber auch auf einen zweiten Mann, den Architekten Louis Kahn ausübte.

Ihre theoretischen Arbeiten, die sie in einer heute als Standardwerk der Architekturtheorie geltenden Publikation Inhabitating Gemoetry zusammengasst hat, spiegelt sich auch in ihren eigenen Arbeiten als Architektin und in den Arbeiten ihres Mannes wider. Darunter das Trenton Bath House oder die Deckenstruktur der Yale Art Gallery.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Raum und Gestaltung der TU Graz, richtet die Akademie Graz eine Ausstellung und ein Symposion über die Arbeiten und die konzeptionelle Grundlagenarbeit von Anne Griswold Tyng aus. Das Symposion findet am Eröffnungstag der Ausstellung, am 24. Juni ab 14.00 Uhr statt.

Die Vermessung des Raums – Anne Griswold Tyng
Akademie Graz, Neutorgasse 42
24.06. – 26.08.2022
www.akademie-graz.at