Cemra – Ziamliačka / Kunsthaus Graz, Steiermark

20.02.2026 – 15.03.2026

„Cemra“ bedeutet Dunkelheit. Unter diesem Namen arbeitet die aus Belarus stammende Künstlerin Darya Siamchuk, die seit den Razzien der prorussischen Regierung 2022, die sich gegen freie Meinungsäußerung und unabhängige Organisationen der Zivilgesellschaft richteten, in Warschau im Exil lebt.
Ziamliačka – belarussisch für „eine Frau, die vom gleichen Boden stammt“ – ist Cemras aktuellstes Projekt, Performance, Installation und Herzensangelegenheit zugleich. Am Beginn stand der (verbotene) Transport von 225 kg belarussischer Erde nach Polen und die Extraktion des Dufts, um auf diese Weise die ihr unerreichbare Heimat und damit verbundene Erinnerungen als olfaktorisches Archiv zu bewahren.
Zur Eröffnung der von Alexandra Trost kuratierten Ausstellung im Kunsthaus Graz schließt Cemra den Bogen, der mit einem aktivistischen Akt begonnen hat, mit einer poetisch-melancholischen Performance, in der sie ein Schlaflied aus der für sie verlorenen Heimat neu interpretiert.

Cemra – Ziamliačka
20.02.2026 – 15.03.2026
Kunsthaus Graz
www.museum-joanneum.at