
18.06.2026 – 03.10.2026
Edith Tudor-Hart, bekannt durch ihre sozialdokumentarischen Fotoarbeiten, thematisierte gesellschaftliche Missstände, Armut, Integration, Frauenrechte und dokumentierte die Lebensbedingungen der Arbeiterklasse der 1930er Jahre in Wien und London.
Ursprünglich als Montessoripädagogin ausgebildet, fotografierte sie in den späten 1940er Jahren im Exil in Großbritannien Kinder und deren Unterricht in progressiven Erziehungseinrichtungen. Ein Teil dieser schönen und einfühlsamen Arbeiten wurde in dem Lehrbuch „Moving and Growing“ (1952) publiziert.
Sie spielte aber auch eine wichtige Rolle beim Knüpfen von Kontakten zwischen dem sowjetischen Geheimdienst und wichtigen Entscheidungsträgern der englischen Gesellschaft, die später als der Spionagering der „Cambridge Five“ bekannt war. Daher wurde sie jahrelang vom britischen Geheimdienst überwacht. Der dadurch entstandene Druck veranlasste sie, einige ihrer Negative und Fotografien zu vernichten, um sich schließlich ganz aus der Fotografie zurückzuziehen. Die von Isabelle Drexel MA und Helena Kalleitner kuratierte Ausstellung gibt einen umfassenden Einblick in ihr fotografisches Wirken.
Edith Tudor-Hart | a woman’s many faces
18.06.2026 – 03.10.2026
FLATZ Museum
Marktstraße 33
6850 Dornbirn
https://www.flatzmuseum.at










