Wilhelm Scheruebl – „Die Sonne scheint“ / Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis Bregenz

© Wilhelm Scheruebl

03.10.2026 – 15.11.2026

In „Die Sonne scheint“ widmet sich der in Radstadt lebende Bildhauer Wilhelm Scheruebl den Strukturen und Prozessen des Natürlichen. Seine bildhauerische und installative Arbeit kreist um Werden und Vergehen, Ordnung und Chaos sowie die ständige Veränderung von Materie. Ausgangspunkt ist das Licht, dessen Wechsel von Hell und Dunkel für die Dynamik des Lebens steht. Besonders die Pflanze wird zum Sinnbild für die natürlichen Kreisläufe von Wachstum, Blüte, Verfall und Neubeginn.
An den Anfang seiner Reflexionen stellt Scheruebl das Licht, das im Wechselspiel von hell und dunkel die Dynamik des Werdens in Gang bringt. Was wir unter Natur verstehen, sagt der Philosoph und Soziologe Georg Simmel in seiner „Philosophie der Landschaft“ (1913), sei der „endlose Zusammenhang der Dinge, das ununterbrochene Gebären und Vernichten der Formen, die flutende Einheit des Geschehens“. Materie, jeder Stoff, ist in beständiger Umwandlung begriffen. Die Kreisläufe der Natur, vom Wechsel der Jahreszeiten bis zum sicheren Ende unserer körperlichen Existenz, machen es deutlich. Exemplarisch für diesen Wandel, das stete Werden, steht die Pflanze. Sie repräsentiert den – einem Jahreslauf eingeschriebenen – Zyklus vom Keimling über die Blüte zur Samenbildung, bis sich aus dem abgestorbenen Pflanzenmaterial wieder neue Erde bildet.

Wilhelm Scheruebl – „Die Sonne scheint“
03.10.2026 – 15.11.2026
Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis Bregenz
Gallusstraße 10a
6900 Bregenz
www.kuenstlerhaus-bregenz.at